
GBG-Beteiligung auf dem ESMO 2025 in Berlin
Auch dieses Jahr hat die GBG die neusten Ergebnisse der GBG-Studien präsentiert:
Mini-Oral Präsentation “Durvalumab in Combination with Neoadjuvant Chemotherapy in Early Triple-Negative Breast Cancer (TNBC) – Long-term Analysis from the GeparNuevo Trial” präsentiert von Sibylle Loibl
Die Langzeitdaten untermauern die zentrale Aussage eindeutig:
- Nach 7 Jahren Follow-up verbesserte die Zugabe von Durvalumab zur neoadjuvanten, dosisdichten Chemotherapie ohne Carboplatin signifikant iDFS, DDFS und OS.
- Der Overall-Survival-Vorteil ist klinisch hochrelevant: 91,6 % OS im Durvalumab-Arm versus 74,7 % unter Placebo.
- Der Überlebensbenefit war unabhängig vom Erreichen einer pCR, was auf einen nachhaltigen immunologischen Effekt hinweist.
- Patientinnen mit TILs im Residualtumor zeigten exzellente Langzeitergebnisse, was den prädiktiven Wert der Tumorimmunität bestätigt.
➡️GeparNuevo ist damit die einzige Studie, die einen langfristigen Überlebensvorteil eines PD-L1-Inhibitors in der frühen TNBC ohne Carboplatin und ohne adjuvante Immuntherapie belegt.
Poster-Präsentation“HER2 IHC Status of primary Breast Cancer Tumor and Brain Metastases in the BMBC Registry” präsentiert von Elena Laakmann
Die BMBC-Registerdaten (GBG79) zeigen, dass sich der HER2-Status zwischen Primärtumor und Hirnmetastasen häufig verändert und damit klinisch relevant ist. Rund 65% der Patientinnen mit Hirnmetastasen wiesen HER2-low, ultralow oder HER2-3+ Expression auf – ein Kollektiv, das potenziell von modernen ADCs wie Trastuzumab-Deruxtecan profitieren könnte. Zudem war der HER2-Status der Hirnmetastasen mit dem Gesamtüberleben assoziiert, was ihn als prognostischen Marker unterstützt.
➡️ Die Daten unterstreichen die Notwendigkeit der HER2-Retestung in Metastasen und eröffnen neue zielgerichtete Therapieoptionen, selbst bei zuvor als HER2-negativ eingestuften Patientinnen.
